Die Verschleißfestigkeit von Schleifringen ist von großer Bedeutung. Allgemein gilt: Je härter ein Material ist, desto verschleißfester ist es. Daher werben viele Gießereien damit, dass ihre Gussteile bis zu 30 % Chrom enthalten und eine HRC-Härte von 63–65 erreichen. Je ungleichmäßiger die Chromverteilung jedoch ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit der Bildung von Mikroporen und Mikrorissen an der Grenzfläche zwischen Matrix und Karbiden, und desto größer ist auch die Bruchgefahr. Zudem ist ein Material mit höherer Härte schwieriger zu bearbeiten. Daher ist die Herstellung verschleißfester und langlebiger Schleifringe eine Herausforderung. Schleifringe werden hauptsächlich aus zwei Materialarten gefertigt.
65Mn (65 Mangan): Dieses Material verbessert die Standzeit des Schleifrings erheblich. Es zeichnet sich durch hohe Härte, ausgezeichnete Verschleißfestigkeit und gute Magnetismusbeständigkeit aus und wird hauptsächlich in der Pulververarbeitung eingesetzt, wo Eisen entfernt werden muss. Verschleißfestigkeit und Zähigkeit lassen sich durch Normalisieren und Anlassen deutlich steigern.
Mn13 (13 Mangan): Die Haltbarkeit des Schleifringgusses mit Mn13 wurde im Vergleich zu 65Mn verbessert. Die Gussteile dieses Produkts werden nach dem Gießen wassergehärtet. Dadurch weisen sie eine höhere Zugfestigkeit, Härte, Plastizität und nichtmagnetische Eigenschaften auf, was die Haltbarkeit des Schleifrings erhöht. Bei starker Belastung und Verformung durch hohen Druck im Betrieb kommt es an der Oberfläche zu Kaltverfestigung und Martensitbildung. So entsteht eine hochverschleißfeste Oberflächenschicht. Die innere Schicht behält ihre ausgezeichnete Zähigkeit. Selbst bei stark abgenutzter Oberfläche hält die Schleifwalze noch hohen Stoßbelastungen stand.